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VisionWorks Award
Heute schon Anwendungen „vordenken“, die Materialien in der Zukunft ermöglichen sollen – mit diesem Anspruch hat Bayer MaterialScience den VisionWorks Award 2007 „People in Motion“ ins Leben gerufen. Er wird am 30. Oktober 2007 im Rahmen der Kunststoffmesse „K“ an Nachwuchs-Designer verliehen. Die Aufgabe: Auf Grundlage von Zukunftsbildern und Materialien des Konzerns neue Anwendungs¬möglichkeiten zu entwickeln, die neue Lösungen für die Mobilität der Menschen in Zukunftsstädten bieten – Zuhause, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit. Der Wettbewerb führt gedanklich fort, was die Studie „Future Living 2020“ vor zwei Jahren begonnen hat. Das Creative Center von Bayer MaterialScience erarbeitete darin zwei Zukunftsszenarien, die schlüssige Lebenswelten in den Städten der Zukunft beschreiben. „Die Entwicklung neuer Materialien beginnt nicht erst mit der konkreten Nachfrage. Getreu unserem Leitbild ‚VisionWorks’ fördern wir das weltweit vernetzte Denken und machen es zum Motor für führende innovative und nachhaltige Lösungen“, sagt Ian Paterson, Vorstand Marketing und Innovation bei Bayer MaterialScience.
Insgesamt 70 Studenten an fünf ausgewählten europäischen Hochschulen haben sich mit bekannten und neuen Materialien des Unternehmens auseinandergesetzt. Die Ergebnisse stellt Bayer MaterialScience vom 24. bis 31. Oktober 2007 in Düsseldorf erstmals der Fachwelt vor. „Es ist begeisternd zu sehen, welche frischen Visionen und Ideen junge Designer mit unseren ausgereiften Werkstoffen und unserem Zukunftswissen verbinden“, erklärt Manfred Rink, Leiter New Business bei Bayer MaterialScience.
Aufgrund der überzeugenden und herausragenden Ausarbeitung seines „Pumpboard“ erhält Maciej Puzon von der Köln International School of Design den ersten Preis der Kategorie Works. Das smarte Skateboard ist leicht, lässt sich wie eine Lakritzschnecke zusammenrollen und passt in fast jede Tasche. Bei Bedarf pumpt der Fahrer die Trittfläche einfach auf und rollt damit zügig von A nach B.
Der erste Platz in der Kategorie Vision geht an Krystian Majewski. „Delto“ heißt seine Vision eines Fassadenkletterers, dem keine Hauswand zu steil ist. Mateo Kries, Leiter des Vitra Design Museums Berlin und Mitglied der Jury sagt: „Der autonome Bewe¬gungsapparat ist in der Lage, Hochhäuser in einer besonderen Art und Weise hinauf- und hinabzuklettern. Ein wertvoller Paradigmenwechsel, der, obwohl technisch noch nicht finalisiert, ein Bewegungskonzept für Menschen und Güter in zukünftigen Wohnzentren bieten könnte.“
Weniger abstrakt, dafür umso faszinierender ist das Modell „Seaguard“ des Designers Marcin Jez von der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Sein Overall rettet „den Mann über Bord“ in eiskalter See. Bei Wasserkontakt werden innerhalb weniger Sekunden die Polyurethan-Rohstoffkomponenten in spezielle Kammern des Rettungs¬anzugs geleitet, Hart und Weichschaum entsteht. Die dabei entstehende Wärmeenergie hilft dem Körper im Notfall über längere Zeit seine Temperatur zu halten. Die individuelle Energieerzeugung hat die Jury mit dem zweiten Platz in der Kategorie Vision belohnt.
Der zweite Preis der Kategorie Works geht an den Entwurf einer verformungsfähigen Geschwindigkeitsschwelle der vier Hamburger Nachwuchs-Designer Ina-Marie von Mohl, Andreas Schöller, Robert Korn und Christian Dobbert. Sie macht Geschwindigkeitskon¬trollen in Zukunft überflüssig – der kreative Name des Entwurfes: „Sleeping Policeman“. Bei niedriger Fahrzeuggeschwindigkeit wird das weiche Profil verformt. Bei zu hohem Tempo des Fahrzeugs bleibt die in die Straße eingelassene Barriere unverändert und sorgt für unangenehme Stöße, die den Fahrer zum Bremsen zwingen.
Die eingereichten Konzepte hat eine siebenköpfige Jury aus international anerkannten Experten nach verschiedenen Kriterien beurteilt. In der Kategorie „Vision“ sollten die Teilnehmer zukunftsweisende Ideen überzeugend darstellen. Im Bereich „Works“ stand die Machbarkeit im Vordergrund. Neben dem intelligenten Einsatz des Materials wurden der Grad der Innovation, die Funktionalität und die formale Qualität bewertet. In jeder Kategorie wurden zwei Preise vergeben. Der erste Platz ist mit 1.500 Euro dotiert, der zweite Preisträger erhält 750 Euro.
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